27
Okt
2007

...

Ziviler Ungehorsam I

Ziviler Ungehorsam II

...

Eben Denis Scheck live gesehen und wiedermal zur Erkentnis gekommen: Arroganz muß man sich leisten können. Der kann das. Ich mag den schon sehr. Überhaupt ist Scheck best of both worlds, also einerseits unheimlich belesen und klug und im Urteil weitsichtig, andererseits aber nicht auf eine oberlehrerhafte Art. Arrogant schon, aber halt so, wie sich manche Menschen mit Charme und Witz die Arroganz nicht als Charakterfehler sondern als Spleen halten. Im erweiterten Freundeskreis stößt der Name Scheck dann auch entweder auf totale Ablehnung oder überschwängliche Verehrung.

Jedenfalls ist Scheck ein Mann des Wortes, der auch selber weiß, aus dem Stehgreif Sätze zu formen, die man sich zu gern gerahmt an Wand hinge. Unter den paar Fernsehliteraturmenschen ist und bleibt er mir der liebste. Gut, Karasek vielleicht noch, aber da spricht eher die Lust am Ekel aus mir.

Achja, nette Anekdote eben von wegen Fernsehliteraturmenschen: Scheck trifft auf der Büchermesse Reich-Ranicki, der ihm mit den wie üblich gebellten Worten entgegeneilt »Scheck, sie reden nur Dreck.« [read inna Reich-Ranicki-Style] Immerhin lobte RR dann aber doch noch Schecks Beitrag zu Doris Lessing im Deutschlandfunk.

Bild des Abends: Scheck kommt mit einem Trolley (Diese Koffer mit Rädern heissen doch so, oder?) voller Bücher aufs Podium. Ein Handelsreisender in Sachen Literatur.

...

»[...] den Dresden-Faktor in der Geschichtspolitik mächtig zu erhöhen.«
logo

»[…]«

Suche

 

Menü

.

>>> Furl
>>> Flickr
>>> Last.fm
>>> Draußen
>>> RSS