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Das Interessante daran ist ja, dass dieses Sich-Rumdrücken um und in Bedeutungsebenen zunächst so folgenlos zu bleiben scheint. Also dass diese Worte, Wörter und Phrasen, die nichts mehr bezeichnen sollen als sich selbst oder eben gleichzeitig möglichst viel bezeichnen, mit der Zeit eben doch wieder zu – ein wenig naiv gesagt – Bedeutung gelangen. Da scheint mir, trotz der mir eigenen Abneigung gegen alle Verschwörungsstheorien, mittlerweile ein Markt für zu bestehen, ein Bereich, innerhalb dessen sich die Leute mit Bullshit-Bingo zuwerfen. Man versteht sich. Man spricht dieselbe Sprache. Zu was führt es eigenlich, wenn der Betrogene weiß, dass er betrogen wird? Und der Betrüger wiederum dies weiß? Letztlich zu nichts, man hat sich eingerichtet mit den Nullvokabeln. Und also, vielleicht, liest der Betrogene den Bullshit gar nicht mehr oder er überliest ihn, filtert die Texte. Auch eine Kulturtechnik, wahrscheinlich nicht die schlechteste.
pop. - 6. Jul, 13:47
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