2
Okt
2008

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Zwei Wochen Urlaub boten genügend Zeit, die Leseliste ein wenig zu minimieren. Den lobhudelnden Worten von sma für Jonathan Franzens autobiographischem Roman »Die Unruhezone« kann ich mich nur anschließen. Okay, die Vogelbeobachtungen fand ich nun, gelinde gesagt, eher langweilig aber der Part zu Charles M. Schulz und seinen Peanuts oder auch die Erzählung vom zarten Rebellentum in der Schule: Glänzend!

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Meineckes »Musik« endlich gelesen. Für mich ein Problem damit: Dass die Figuren dermaßen figürliche Behauptung bleiben, bloß als (kaum handelnde, aber das ist ja nichts Neues) Leerstellen auftreten, die, mangels anderer identifikatorischer Auszeichnugen, abgesehen von den wieder schön gewählten Namen Kandis und Karol, für mich sich selbst nur als Bruder und Schwester, Mann und Frau darstellen; genau das aber widerspräche so ziemlich allem, wofür der Roman stehen mag (also Dekonstruktion von Geschlechterrollen, Gender, pipapo...).

Zu Meinecke siehe übrigens auch assotsiationsklimbims gerade hier ver-open-accesste Diplomarbeit »›Ist doch nur Pop‹: Bestimmung des Verfahrens ›Pop‹ bzw. ›Popliteratur‹ mit einer exemplarischen Analyse von Thomas Meineckes ›Tomboy‹« über die ich glücklicherweise wieder auf dieses schöne Interview mit Meinecke gestoßen bin. Danke Martin!

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>>> Mexiko 2008: Diving the Cenotes

7
Sep
2008

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»Und so taucht die stets ungenügend beantwortete Frage von Walter Benjamin auf, nach dem, was ein Kunstwerk überhaupt sei, wenn es reproduzierbar ist; und ob es womöglich Abstufungen von echt gibt, wie es der Kunstmarkt suggeriert: So daß zum Beispiel ein Druck mit der einfachen Unterschrift von Richter ungleich wertvoller ist als der gleiche Druck mit einer persönlichen Widmung des Künstlers, es aber mit einer falschen Unterschrift wie Joseph Beuys schon wieder ganz anders aussieht – obwohl man auf dem Druck selbst nur immer eines sieht: die Kerze? […] Und allmählich begaben sich befremdliche Dinge in der Stadt. Beim gemeinschaftlichen Grillen oder beim Schwatz an der Straßenecke fielen Worte wie Bill, Becher oder Baselitz; ein Mann stahl sich von der Feier zu seinem eigenen 50. Geburtstag, weil er eine Vernissage nicht verpassen wollte. Und ein städtischer Polizeibeamter war in der Lage, einen echten Beuys zu erkennen, der im Wartezimmer einer Arztpraxis hing – und ermahnte den Besitzer, ihn wegen möglicher Verleitung zum Diebstahl woanders hinzuhängen.«

>>> Anne Zielke: Das Wunder von Goslar

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>>> Noise & Delay #5
74 min. | MP3 | 192 kbp/s | 96 MB | Playlist

Dieser Mix ist der indirekte Nachfolger hierzu. Obschon auch in Noise & Delay #5 wieder einiges an Dubtechno (Model 500, Solomun & Stimming, natürlich Echospace) vorkommt, liegt der Fokus eindeutig auf housigen Sounds und eingestreuten Vocals. Vermutlich weil dieser Mix als eine Art Sommer-Roundup geplant war; und dieser Sommer war für mich eindeutig einer des House.

Die Playlist findet ihr in den Kommentaren.

Viel Spaß.

2
Sep
2008

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»A standard comedy piece: something absolutely insane is going on, but only one person notices. That person attempts to show everyone else that the occurrence is insane.

There are usually three stages: Bewilderment, Trying to Explain, and Violent Sarcasm. In the first, the OSM looks around and realizes that something is wrong. In the second, he tries to explain why it is wrong to those who are accepting it as normal. In the third, he start to yell, groan, cry, howl and berate, in a hope that someone will notice.

Sadly, nobody does.«

>>> TV Tropes: Only Sane Man
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